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TU Berlin

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STEUERUNG - SicherheiT kritischer infrastrukturEn in UnsichERer UmgebuNG

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Die Informations- und Kommunikationstechnologien bilden für kritische Infrastrukturen, etwa Versorgungssysteme wie Gas, Wasser und Strom, gewissermaßen eine Infrastruktur zweiten Grades; eine Infrastruktur der Infrastruktur, wobei die Abhängigkeit der Primär- von dieser Sekundärinfrastruktur kontinuierlich steigt. Zunehmender ökonomischer Druck auf die Betreiber lässt die Anforderungen an die Systeme steigen. Der technische Wandel durch IT verspricht Optimierungspotential, Handlungen und Prozesse effizienter zu gestalten. IT-Infrastrukturen, wie sie in heutigen Industrieanlagen und verteilten Sensornetzwerken vorhanden sind, haben bereits einen hohen Grad an Komplexität und Automatisierung erreicht. Letztere führt nicht nur zur verstärkten Abhängigkeit von IT, sondern auch zu steigenden Bedarfen an Übertragungsgeschwindigkeiten und damit Bandbreiten der Fernwirknetze. 

Das Ziel eines durchgehenden IT-Sicherheits-Konzepts zur Absicherung kritischer Infrastrukturen, erfordert die Betrachtung aus verschiedenen Perspektiven bzw. Disziplinen. Neben der Analyse der technischen Systeme und Prozesse bedarf es der Untersuchung der organisationalen Aufgaben und Tätigkeiten sowie der wechselseitigen Bedingung beider Aktionsfelder. Entsprechend wurden vier Kernbereiche für das hier vorgeschlagene Projekt identifiziert: Kommunikationssicherheit, Plattformsicherheit, Prozesssicherheit und Interaktionssicherheit, die zugleich Teilvorhaben darstellen und das Gesamtvorhaben strukturieren. Das fünfte Teilvorhaben mit dem Fokus auf der Simulationsumgebung ergibt sich aus der Anforderung, die technischen Innovationen oder Angriffssimulationen nicht am laufenden Prozess integrieren zu können. Auf Basis realer Daten der Infrastrukturbetreiber können die technischen Lösungen getestet werden, sowie an einem realitätsnahen Aufbau der Leitstellen mit allen wesentlichen unterlagerten Komponenten auch Praxistests für die operativen Anforderungen durchgeführt werden, um die Ergebnisse zu evaluieren.

Als ein wesentliches Alleinstellungsmerkmal des Vorhabens ist, über sämtliche zu betrachtenden Ebenen (Leitebene, Steuerungseben und Feldebene) reale Daten der drei Anwendungsfällen Gas, Wasser/ Abwasser und Energie für die Rekonstruktion der jeweiligen Meldegeschehen, zur Entwicklung der Methoden sowie für den geplanten Demonstrator zur Verfügung stehen. Der Ansatz schlägt damit den umgekehrten Weg zu den üblichen Verfahren und Methoden ein. Es werden auf Basis von Systemanalysen die relevanten Teilaspekte identifiziert und analysiert, um hierauf aufbauend einen jeweils repräsentativen Auszug des Gesamtsystems abbilden sowie empirisch basierte Szenarien entwickeln zu können. Die realen Daten stellen dann die Grundlage der Methodenentwicklung dar, um das zu entwickelnde Verfahren genau an die spezifischen Anforderungen kritischer Infrastrukturen anpassen zu können und unter Verwendung der Szenarien wiederum mit Hilfe der Simulationsumgebungen und des Demonstrators testen zu können.

Hauptwebseite: http://www.steuerung-kritis.de/

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